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ARCHITEKTUR

Das Gebäude steht im Zentrum des neuen Quartiers sowie am Übergang zwischen dem städtischen Bereich im Süden und den Grünbereichen im Norden. Es sitzt auf einem Sockel aus San-Bernardino-Alpengneis. Wo sich der Sockel vom Gebäude ablöst, entstehen private Aussenräume als Vor- und Hofgärten. Bäume und Baumgruppen in den öffentlichen Bereichen und Vorgärten tragen ebenso wie ein umlaufender Pflanzensaum im Attikageschoss zu einem angenehmen Mikroklima bei.
Das Gebäude hat ein im Grossen ruhiges und im Detail lebhaftes Erscheinungsbild. Aus dem hellen Putz der Aussenwandflächen treten die horizontalen Lisenen der Balkone aus sorgfältig geschaltem Sichtbeton hervor. Die Fenster mit integrierten Lüftungsflügeln sitzen in einem kalkulierten farblichen Kontrast innenbündig und daher tief in der Mauerleibung, vorteilhaft auch als Schutz vor sommerlicher Überhitzung. Gemeinsam mit den Rücksprüngen des Gebäudevolumens entsteht so ein dynamisches Spiel von Licht und Schatten in der Fassade.
Wohnlich angenehm sind die Fensterrahmen aus Fichtenholz mit einer Schale aus bronzefarbenem Aluminium nach aussen. In diesen Farbkanon fügen sich die restlichen Fassadenelemente wie die ebenso bronzefarben eloxierten Geländer der Balkone und Terrassen ein. Jede Wohnung hat grosszügige private Aussenräume, die meistens nach mindestens zwei Himmelsrichtungen ausgerichtet sind, sodass unterschiedliche Nutzungen im Verlauf des Tages möglich sind. Die Parkettböden der Wohnräume finden ihre Fortsetzung in Holzbelägen auf den Terrassen. Fast alle Wohnungen erlauben einen Blick auf die eindrucksvollen Bergmassive um Chur.
Die gesamte Konstruktion ist auf Langlebigkeit ausgerichtet. Das bedeutet auch eine Konzentration auf das Wesentliche und das langfristig Brauchbare. Die Aussenwand besteht aus einem hochdämmenden Einsteinmauerwerk. Der Putz wird direkt auf das Mauerwerk aufgebracht – daher wirkt das Gebäude nicht nur robust, sondern ist es auch. Das Gebäudekonzept ist darauf ausgerichtet, dass Speichermassen unmittelbar wirksam sind, und unterstützt daher ein angenehmes Raumklima. Insbesondere werden die Stahlbetondecken verputzt und abgehängte Decken vermieden. Gelüftet wird natürlich – über Fenster bzw. die Lüftungsklappen mit integriertem Insektenschutz. So liefert das Gebäude mit elementaren Mitteln der Baukunst eine sehr gute Basis zu auch in Betrieb und Unterhalt nachhaltigem Wohnen und Arbeiten.